Stay tuned – Durchhaltekraft bewahren lernen

photo credit: Samantha Sophia / unsplash.com

The power of persistence – die Kraft des Dranbleibens habe ich gerade wieder schätzen gelernt. Manchmal gibt es Tage, da möchte man sich nur die Decke über den Kopf ziehen und die Verantwortung für das eigene Leben kurz mal jemand anderem übergeben.

Wie beim Staffellauf, wenn einem die Puste ausgeht – hier, mach du mal kurz weiter und erreich für mich das Ziel. Leider geht das nicht. Wenn wir tief in uns reinfühlen wissen wir auch: Gott sei Dank geht das nicht. Denn dies hier ist unser Leben. Und am Ende des Tages wollen wir es dann doch selber leben.

Wie aber durchhalten, wenn es gerade anstrengend ist? Wenn viel von uns gewollt wird, viel getan werden will, der Kalender überquillt und die To-do-List ins Unermessliche wächst?

Besonders in diesen Zeiten ist es wichtig, mit Ruhe und Selbstvertrauen dran zu bleiben. Und uns Entspannung zu gönnen. Denn viel zu tun ist nur dann anstrengend, wenn wir es verpassen, uns um uns zu kümmern. Wenn wir erschöpft sind und müde. Dann werden wir auch ungehalten und überkritisch.

Das ABC des Durchhaltens ist, auf die eigenen Bedürfnisse eingehen, Pausen einräumen und sich die Zeit nehmen, sich auszurichten. Sich morgens positiv einstimmen hilft dabei. Erfolgreiche Coaches mit noch erfolgreicheren Strategien sprechen von einer wohltuenden und fokussierten Morgen-Routine. Auch ich empfehle meinen Klienten eine klare und liebevolle Ausrichtung in den Tag. Die fällt natürlich leicht, wenn wir Zeit haben.

Aber sie ist essentiell, wenn die Zeit knapp ist. Den Morgen gut zu starten – mit einer Meditation, Yoga-Übungen, frischer Luft, einer heißen Dusche – und vor allem das eigene mindset positiv auszurichten, dass lässt uns auch in Wochen mit vielen Terminen geradlining und relativ entspannt durch den Alltag kommen. Ich rate dazu, auch mal etwas früher aufzustehen. Denn diese Zeit am Morgen kann einem niemand mehr nehmen, egal was der Tag noch bringen mag.

photo credit: Farsai C. / unsplash.com

Letzte Woche habe ich wieder erfahren, wie wichtig es ist, auch im Außen Durchhaltevermögen zu zeigen: Nach vielen gescheiterten Versuchen, Kontakt mit einer potentiellen neuen Geschäftpartnerin aufzunehmen (Anrufe/Emails), war der erste Impuls, es einfach sein zu lassen. Die Dame schien arrogant und zu beschäftigt, um sich um anderes zu kümmern. Mein zweiter Impuls – geboren aus fröhlicher Morgenroutine und einer damit verbundenen ‚Ist mir doch egal!‘ – Haltung – war, hinzufahren, sie direkt anzusprechen und sich mit ihr zu verabreden.

Ins Blaue hinein, ohne Termin, 300km zu fahren, um sich mit jemandem zu treffen, der davon noch gar nichts weiß – das klingt erstmal nach einer Aktion, die zum Scheitern verurteilt ist. Aber: Es hat geklappt. Sie war da, sie war begeistert (aufgrund meines ganz offensichtlichen Engagements), sie hatte fürchterlich viel zu tun (deswegen auch keine Rückmeldung), aber nahm sich die Zeit für ein Treffen, das am Ende 3 Stunden statt einer dauerte, inspirierend für beide Seiten war und nun zu einer erfogreichen Zusammenarbeit führt.

Das ist eben auch Durchhaltevermögen: Gerade wenn es nicht ganz einfach ist, und man nicht sofort offene Türen einrennt – dranbleiben, überraschen, weiter an sich glauben und auf die Kacke hauen. Wir lesen die Zeichen manchmal einfach falsch. Oder interpretieren den falschen Text in die Szene. Wir gehen oft vom schlecht möglichsten Grund aus, und beurteilen uns selbst negativer als das ein anderer jemals tun würde.

Deswegen auch mein Plädoyer für die liebevolle Morgen-Routine mit Zeit für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse. Je stärker wir mit unserem Fokus und unserem Purpose für den Tag, die Woche, den Monat, das Jahr, oder das Leben verankert sind, desto klarer können wir an jeden einzelnen Tag zu uns stehen. Je mehr wir uns ausrichten, auf das was für uns wichtig ist, bevor wir in den Tag gehen, desto freier können wir agieren, egal was die Welt uns gerade an Informationen präsentiert.

Trage dich in meinen Newsletter ein und lerne in meinem E-Book ‚Raus aus der Angst – Rein in die Freiheit‘ 5 einfache Schritte für eine positive und heilsame Ausrichtung am Morgen:

Gratis E-Book

Wir bleiben dran – an uns, an unseren Träumen und Plänen – und damit an unserer Arbeit und unserer Durchsetzungskraft. Die kommt von innen und es ist wichtig, sie auch in schwierigen Zeiten zu nähren und zu stärken.

Solch ein Standing, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen hinterlässt nachhaltig Eindruck.

photo credit: Sahib Kaur Saß

Also – nicht locker lassen, wenn nicht zurückgerufen wird. Die eigenen Selbstzweifel annehmen und lösen, und dann friedlich weitergehen durch diese Tage und Wochen. Anrufen, Überraschen, Vorbeigehen, Dranbleiben. Tun, was getan werden muss.

Dazu gehört auch, die radikale Selbstliebe für uns selbst zu trainieren – jeden Tag, am besten jeden Morgen. Denn unser Kern ist es, der uns treibt und der uns auch in die richtige Richtung führt.

Der spürt, wenn es Zeit ist, loszulassen und woanders lang zu gehen. Und der weiß, wann es wichtig ist, dass wir in Ruhe und Selbstvertauen dran bleiben.

Ich plädiere für mehr Mut, zu überraschen und zu überzeugen. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Eine Abfuhr. Okay. Ist die schlimm? Irgendwie auch nicht wirklich. Dann probieren wir es eben woanders.

Das ist ein Übungsprozess, der irgendwann auch einfach Spaß machen kann. Dann sehen wir ihn vielleicht wie ein Spiel. Und das Leben als großen Spielplatz voller Möglichkeiten. Wir entscheiden, ob wir schaukeln, rutschen oder im Sandkasten buddeln wollen. Wenn da schon jemand sitzt: Hey, es ist genug Platz für alle da. Entweder wir schaukeln nebeneinander, oder wir finden jemanden, der mit uns zusammen Burgen bauen will.

Viel Spaß dabei!

Eure Maren*